MEIN ERFAHRUNGSWEG YOGA

 Vor 4 Jahren kam ich das erste Mal in Berührung mit Yoga. Ich besuchte hin und wieder einen Yoga-Kurs oder machte ein Yoga-Tutorial von Zuhause aus mit.

Eine gute Freundin meinte vor einer Yogastunde einmal zu mir, dass der Atem, das wichtigste Element im Yoga sei. Unwissend, dass genau der Atem elementarer Baustein im Yoga ist, habe ich ihren Worten damals keine große Bedeutung beigemessen.

 

2017 führte mich mein Weg in das Dipabhavan Meditation Center auf Koh Samui. Dort intensivierte sich meine Praxis in Bezug auf Yoga und Meditation. Nach dieser Zeit in Stille, Achtsamkeit und Besinnung konnte ich eine innere Kraft und Gelassenheit wahrnehmen, die mir davor verschlossen blieb. Nach dieser ersten Erfahrung mit Meditation und Yoga fand ich einen Weg, immer wieder zu mir zu finden kann. Ich empfand verstärkte Freude für die kleinen Dinge im Leben. Das heißt nicht, dass sich mein Leben von Grund auf verändert hat, sich alte Verhaltensmuster sofort abgelegt haben und ich nur noch in meiner vollkommen Mitte schwebte.

 

NEIN. Vielmehr kam mit der verstärkten Meditation, Körper-, Atem- und Achtsamkeitsarbeit, die ich auch über die Zeit meines Aufenthalts hinaus regelmäßig praktizierte, ein Verständnis dafür, dass ich jeden Tag an mir arbeiten kann.  Alles ist und bleibt in ständiger Veränderung. Ich habe einen Weg gefunden, Dinge in meinem Leben auf eine andere Art und Weise anzugehen, mit mehr Gelassenheit, Ruhe und Achtsamkeit mir selbst und meiner Umwelt gegenüber. Der gegenwärtige Moment ist der einzige der zählt.

 

Danach folgen zwei weitere Vipassana-Retreats in Belgien, die mir neben mehr Klarheit, Achtsamkeit und Empfindsamkeit aber auch die Schwierigkeit vor Augen führen, meine Erfahrungen und mein Wissen über Achtsamkeit, Yoga, Meditation und alles was mir in diesem Zusammenhang wichtig ist, in meinen Alltag zu integrieren. Eins habe ich dabei erst vor kurzem verstanden, Druck, Verpflichtungen und Ehrgeiz haben hier nichts verloren, auch wenn das eigentlich selbstverständlich scheint. Es gibt nie nur einen Weg, oft gelangen wir zunächst an unzählige Abzweigungen, an denen wir uns erneut für einen für uns "richtigen" Weg entscheiden müssen.

 

In meiner Zeit in Köln (2017 - 2020) besuchte ich sehr viele verschiedene Yoga-Kurse und probierte mich auch an Online Klassen aus. Ich entwickelte in meiner  eigenen Praxis immer mehr Freude an den Bewegungsabläufen, dem bewussten und tiefen Atmen, dem Spielen meiner Grenzen und vor allem dem achtsamen Umgang mit mir selbst. Zu dieser Zeit bekam ich das Angebot meines Arbeitgebers Dorint neben meiner eigentlichen Arbeit, eine Yoga-Ausbildung bei Spirit Yoga Berlin zu machen. Mehr konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht wünschen.

 

Im Juni 2020 absolvierte ich meine Yoga-Ausbildung bei Spirit Yoga Berlin erfolgreich. Ich vertrete die Werte, der Gründerin Patricia Thielemann und somit den gesamten Spirit Yoga-Stil, zu 100 Prozent. Spirit Yoga ist aufgeklärt, strukturiert, zugewandt und anpackend. Der Stil zeichnet sich vor allem durch das Zeitgemäße aus, dabei wird viel Wert darauf gelegt, die Praxis an die körperlichen und mentalen Gegebenheiten jedes Einzelnen anzupassen.

 

So viel gelernt und nie die Freude verloren. Mit dieser Freude möchte ich meine Schüler(innen) in meinen Yoga-Klassen den Raum schaffen, sich selbst liebevoll, seelenruhig und unerschrocken zu begegnen.

 

Ich entwickle mich und meine eigene Yoga-Praxis stetig weiter, dabei vervielfältigt sich auch mein Verständnis, mein Wissen und der richtige Umgang, die für das Dasein als Yogalehrerin von großer Bedeutung sind. Nur was du selbst erfährst, kannst du deinen Schüler(n)innen weitergeben.

 

Ich freue mich seitdem auf jeden weiteren Moment, den ich mit YOGA in meinem Leben erleben darf.

 

Namasté und bleibt gesund

Lea